Die schöne Kunst des Swipens

In den vergangenen 30 Jahren hat sich das Kennenlernen von Menschen zwecks paarweiser Aktivitäten stark verändert. Zwar können wir einander immer noch in einer Bar oder an einem Fest anflirten, bei der Arbeit oder durch die Hand einer Heiratsvermittlerin kennenlernen, doch die Online-Angebote – von den Chaträumen der 90er- und 00er-Jahre über Inseratemärkte Weiterlesen...

Die Hodenrente

Ein neues Wort macht seit einigen Monaten Karriere: die «Bodenrente». Für den Fall, dass es jemand noch nicht mitbekommen hat: Das ist der Anteil des Ertrags aus Liegenschaften, dem keine Leistungen wie Gebäudeunterhalt, Verwaltung usw. gegenüberstehen, also das leistungsfreie Einkommen der Grundbesitzenden. Renten sind ja tatsächlich Einkommen, denen keine aktuellen Weiterlesen...

Beat down Babylon!

Da ich mich gelegentlich als DJ betätige, habe ich in letzter Zeit immer wieder Schallplatten gekauft, darunter auch ein Reggae-Lied mit dem Titel «Beat down Babylon». Das Stück handelt davon, wie der Sänger, ein rechtschaffener Rasta-Mann, Babylon zerschlägt und die bösen Männer auspeitscht. «Babylon» steht in der Reggae-Kultur für die verderbte westliche Welt, Weiterlesen...

Marken-MurX Revolutions

Diese Kolumne hat nichts mit Revolutionen zu tun, die zweite Hälfte des Titels ist lediglich eine Anspielung auf den dritten Teil der «Matrix»-Trilogie, da dies meine dritte Marken-MurX-Kolumne ist (die ersten beiden erschienen 2009 und 2016 an dieser Stelle). So weit hergeholt ist der Titel jedoch nicht, halten sich doch die Branding-Fachleute gemeinhin für total Weiterlesen...

Und die Aktionäre?

«Erspartes verloren: Wut bei den Kleinanlegern ist gross», titelte «20 Minuten» am 21. März. Das ist nachvollziehbar, immerhin verlieren durch den Untergang der Credit Suisse wohl viele Menschen ihre Ersparnisse. Ist die Wut dieser Leute auch berechtigt? Immerhin sind sie als Miteigentümer:innen der Bank zumindest formell mitverantwortlich für das Debakel. Trotzdem Weiterlesen...

Zeitreisen – der Beweis

In meiner Jugend war ich sehr fasziniert von Science-Fiction-Szenarien, las Bücher von Isaac Asimov, Stanislav Lem und Konsorten, so natürlich auch «The Time Machine» von H. G. Wells. Die Vorstellung, durch die Zeit reisen zu können, hat ja etwas Prickelndes: Antike Kulturen kennenlernen, Dinosaurier sehen; oder in die Zukunft schauen, gar fliegende Autos und Weiterlesen...

Gewinner:innen

Viele Leute nehmen an, ich sei in der SP, da ich ja im P.S. Kolumnen schreibe, oder in der AL, da man mich oft an Punkkonzerten antrifft, oder dann aber doch bei den Grünen. Dass ich das alles nicht bin, hängt wohl auch damit zusammen, dass ich mich nicht für die eine oder andere Partei entscheiden könnte; gewiss aber ist es eine Folge meiner Frustration über die Weiterlesen...

Extremist:innen

Als die SP Schweiz in ihrem Parteiprogramm 2010 wiederum die Überwindung des Kapitalismus zu einem ihrer expliziten Ziele erklärte, ging ein Raunen durch den Blätterwald. 1982, als die vorherige Fassung des Parteiprogramms formuliert wurde, gab es noch die Ostblock-Länder, in denen der Sozialismus als Alternative zum Kapitalismus (angeblich) real existierte, aber 2010? Weiterlesen...