Vor vier Wochen bin ich umgezogen in eine hübsche 3-Zimmer-Wohnung an szenigster Lage im Kreis 3 – zum Schnäppchenpreis! Spintisiererei? Nein – aber ich muss bereits wieder weitersuchen, denn habe sie nur bekommen, weil die ganze Liegenschaft im November abgerissen wird zugunsten eines «Ersatzneubaus». Dies setze ich in Anführungszeichen, weil mir schwant, dass hier nicht ein gleichwertiger
Kategorie: Kolumnen
Schwarze Fahnen
Ich bin von der Generation, die in den 80er-Jahren erwachsen wurde. Damals reichte es noch, sich gegen den Bau einer Autobahn oder eines Parkhauses zu engagieren, um von den Bürgerlichen, die sich für wohlanständig hielten, als Nestbeschmutzer und Staatsfeind beschimpft zu werden. Wir wollten aus dem Staat Gurkensalat machen, schwangen schwarze Fahnen, und die Wohlanständigen waren hübsch schockiert
Platz, Blase!
«Bitcoin» sei das Finanzwort des Jahres, erfuhren wir Anfang Woche aus diversen Medien. Das ist nicht verwunderlich, denn der Bitcoin ist in aller Munde, seit er einige Nerds zu Million-, ja gar Milliardären gemacht hat. Ein Anlass, dieser so genannten «Kryptowährung» etwas auf den Grund zu gehen. Dafür muss man glücklicherweise nicht Ökonomie studieren – Zeitunglesen reicht.
Am 30. November
Vorsorgekrise
Am 24. September dürfen wir über unsere Altersvorsorge abstimmen – aber ich weiss so gar nicht, was in dieser Frage richtig und falsch ist. Herrn Berset schätze ich schon seit seinem Amtsantritt sehr und möchte ihm keinesfalls in den Rücken fallen. Anderseits finde ich nichts in der Vorlage, das mit meinen Vorstellungen zur Altersvorsorge kompatibel wäre.
Da ist einerseits die Erhöhung des
Von Museen und Stadien
Was haben der Fussball und die Wirtschaft gemeinsam? Die unten fressen Gras, und die oben schöpfen das Geld ab – so viel, dass sie nicht wissen, was damit anfangen. Deshalb muss bei denen oben alles gross und glänzend sein, denn sie wollen ja dann am WEF wie der Bono mit den Grossen aus Wirtschaft und Politik mitglänzen können. So hat sich der Sepp mit dem Fifa-Museum ein grosses, glänzendes
That’s the way, aha aha…
… I like it, aha aha, klingt es aus dem Teenagerzimmer. Ein glücklicher Teenager erfüllt immer auch den Stiefvater mit Glücksgefühlen, selbst wenn genau diese Melodie meist eher ein Anzeichen für Schadenfreude ist als für quasi unschuldige Ausgelassenheit. Auch mein Alltag gibt ja derzeit diverse Anlässe zur Freude: Natürlich die Abstimmungsresultate, dann Holdener, Feuz und Aerni, schliesslich
Marken-MurX reloaded
Haben Sie den «Magazin»-Artikel über die DatensammlerInnen von Cambridge Analytica gelesen, die sowohl den Brexit wie Donald Trump über die Hürden der Demokratie gehievt haben wollen? Ich auch. Und haben Sie sich aufgeregt? Ich auch. Über einen kleinen, unscheinbaren Satz, der mein Weltbild zunderobsi brachte: «Die Feinkörnigkeit der Anpassung geht hinunter bis zu Kleinstgruppen, erklärt
Storytelling
«Postfaktisch» ist das Modewort der Stunde, seit Angela Merkel und Donald Trump es salonfähig gemacht haben. Die Politik orientiere sich nicht mehr an Tatsachen, sondern an Meinungen und Gefühlen, heisst es. Dem mag ich nicht widersprechen, aber: Ist das neu?
Als Typograf interessiere ich mich naturgemäss für die Werbebranche, denn da wäre für einen wie mich Geld zu verdienen. Schon seit
Projekt Wirtschaft
Mitte Oktober erschien im «Magazin» des Tages-Anzeigers ein Artikel von Urs P. Gasche, den ich allen politisch Interessierten ans Herz legen möchte. Er ist unter dem Titel «Die Krise und wie wir aus ihr herauskommen» auf Infosperber abrufbar (www.infosperber.ch).
In 6000 Jahren
Als Teenager habe ich die Bücher von Erich von Däniken quasi verschlungen, und noch heute bereiten mir seine Kolumnen in der Gratispresse eine Mischung aus Amüsement und Faszination. Sein Verdienst ist es, Interpretationen von Dingen zu hinterfragen, die wir für wissenschaftlich gefestigt und daher wahr halten. Zur Veranschaulichung fantasierte er in einem seiner Bücher darüber, was künftige
