Der Detektiv schnaufte, schlug die Tür hinter sich zu und war endlich zu Hause. Er hatte soeben einen Fall gelöst, das heißt, er hatte für irgendeine beschissene Ehefrau herausgefunden, dass ihr beschissener Ehemann sie mit der Kellnerin ihrer Lieblingsbar betrog und diese ihren (der Ehefrau) Hund vergiftet hatte, weil sie das Hecheln neben dem sündigen Bette nicht ertragen konnte, worauf der
Ballade vom glühendroten Burgfräulein
Einst war ein heißes Burgfräulein
mit glühendroten Haaren
das brachte Männern große Pein –
sie liebten es in Scharen
Dem glühendroten Burgfräulein
warn Männer jedoch schnuppe
es spielte lieber ganz allein
mit seiner Barbiepuppe
Oh Burgfräulein, du bist so heiß
die Haare rot, die Zähne weiß
Das Fräulein wusste wohl, dass all
die Männer, die verliebten
in Trauer, Pein und
Zwei Augen
Zwei Augen leben tief im Wald
Das eine grün, das andre kalt
Sie äugeln durch die Welt
Und haben nie kein Geld
Das grüne Auge züchtet Vieh
Das kalte treibt Philosophie
Es sucht den Sinn des Lebens
Doch sucht es ihn vergebens
Zwei kleine Augen ohne Pflicht
Ganz ohne Schädel und Gesicht
Genießen ihre Zeit
In trauter Zweisamkeit
Doch eines Tages steht er da:
Ein Blinder aus Amerika
Er
Tote
Also, mit Toten will ich ja nun gar nichts zu tun haben, sage ich immer zu meinem Mann; ich meine, nichts gegen Tote, sind ja schließlich auch nur Menschen, aber es ist doch so wie mit den Rockern oder Drogenabhängigen oder Tamilen: Ich lasse sie in Ruhe, sie lassen mich in Ruhe. Leben und leben lassen. Sonst hat man nur Ärger. Das hat auch schon meine Mutter immer zu meinem Vater gesagt: Toten
Viele Fohlen
Früher züchtete ich Pferde, hatte einen Stall voll fahler Fohlen. Heute habe ich Hunde und Hühner, doch ich muss gestehen: Die vielen fahlen Fohlen fehlen mir.
Grüezi wohl!
Ich freue mich, Sie offiziell auf dieser kleinen Zuflucht von Geist und Kultur inmitten des unfassbar großen und kaum durchdringlichen virtuellen Betondschungels namens Internet, dieses Horts ungebremsten Kapitalismus’ und Kommerzes, wo der Moloch des hemmungslosen Hedonismus sich breitmacht als wie in einem Sodom und Gomorrha, wo der Sprachen mehr sind als weiland beim Turmbau zu Babel (allwo
Vorsorgekrise
Am 24. September dürfen wir über unsere Altersvorsorge abstimmen – aber ich weiss so gar nicht, was in dieser Frage richtig und falsch ist. Herrn Berset schätze ich schon seit seinem Amtsantritt sehr und möchte ihm keinesfalls in den Rücken fallen. Anderseits finde ich nichts in der Vorlage, das mit meinen Vorstellungen zur Altersvorsorge kompatibel wäre.
Da ist einerseits die Erhöhung des
Von Museen und Stadien
Was haben der Fussball und die Wirtschaft gemeinsam? Die unten fressen Gras, und die oben schöpfen das Geld ab – so viel, dass sie nicht wissen, was damit anfangen. Deshalb muss bei denen oben alles gross und glänzend sein, denn sie wollen ja dann am WEF wie der Bono mit den Grossen aus Wirtschaft und Politik mitglänzen können. So hat sich der Sepp mit dem Fifa-Museum ein grosses, glänzendes
That’s the way, aha aha…
… I like it, aha aha, klingt es aus dem Teenagerzimmer. Ein glücklicher Teenager erfüllt immer auch den Stiefvater mit Glücksgefühlen, selbst wenn genau diese Melodie meist eher ein Anzeichen für Schadenfreude ist als für quasi unschuldige Ausgelassenheit. Auch mein Alltag gibt ja derzeit diverse Anlässe zur Freude: Natürlich die Abstimmungsresultate, dann Holdener, Feuz und Aerni, schliesslich
Marken-MurX reloaded
Haben Sie den «Magazin»-Artikel über die DatensammlerInnen von Cambridge Analytica gelesen, die sowohl den Brexit wie Donald Trump über die Hürden der Demokratie gehievt haben wollen? Ich auch. Und haben Sie sich aufgeregt? Ich auch. Über einen kleinen, unscheinbaren Satz, der mein Weltbild zunderobsi brachte: «Die Feinkörnigkeit der Anpassung geht hinunter bis zu Kleinstgruppen, erklärt
